Liebe Freunde schöner Musik

Klein waren die Anfänge und fein, aber auch nicht ganz einfach: ein Klassikfestival in Oberschwaben zu etablieren - da war schon ein außergewöhnlicher Einsatz erforderlich. Aber der Boden war bereitet. Die Stadt Ochsenhausen hatte bereits in der zweiten Hälfte der 1970iger Jahre begonnen, den kulturellen Humus zu legen, auf dem sich Vieles entwickeln sollte: die städtische Klassikreihe „Klosterkonzerte Ochsenhausen“, im Bibliothekssaal, Kirchenkonzerte in der Klosterkirche, hochkarätige Kunstausstellungen zunächst im Bibliothekssaal, später, nach dessen Ausbau, im Fruchtkasten, die Gründung einer städtischen Jugendmusikschule, der Beitritt der Stadt Ochsenhausen zum bundesweiten Veranstalterring „Konzerte junger Künstler“, die Einrichtung eines Klostermuseums: ein reges kulturelles Leben auf dem Klosterberg begann in dieser Zeit aufzublühen.

Die Gründung der Musikfestspiele „Schwäbischer Frühling“ war ein weiterer Schritt Ochsenhausens auf dem Weg zu einem kulturellen Zentrum. Dies diente auch dem übergeordneten Ziel, Ochsenhausen als Wirtschaftsstandort zu festigen und Arbeitsplätze zu schaffen. Hierzu zählte auch der Aufbau einer modernen leistungsfähigen Infrastruktur und einer bürgerorientierten Stadtverwaltung.

Ideale Voraussetzungen, die letztlich zur Entscheidung der Landesregierung führten, in Ochsenhausen die Landesakademie für die musizierende Jugend im ehemaligen Benediktinerkloster einzurichten. Die Stadt Ochsenhausen hatte sich hierfür beharrlich bemüht. Die Akademie, bundesweit führend, bietet zwischenzeitlich ganzjährig ein umfangreiches und anspruchsvolles Konzertprogramm.

Am Anfang stand eine Idee: Klassikfestspiele in Oberschwaben, im „Himmelreich des Barock“. Abseits der großen Musikzentren sollten Künstler von internationalem Rang zu Gehör kommen. Der Hamburger Cellist Niklas Schmidt, der mit dem „Trio Fontenay“ im Bibliothekssaal Ochsenhausen nur kurze Zeit zuvor einen seiner ersten öffentlichen Auftritte in der Reihe „Konzerte junger Künstler“ hatte, übernahm die künstlerische Leitung. Der Biberacher Sparkassendirektor Dr. Otmar Weigele ließ sich spontan von der Idee anstecken und legte den entscheidenden Beitrag zum finanziellen Fundament der Festspiele, die er auch als späterer Festspielpräsident nachhaltig förderte und unterstützte. Die Stadt Ochsenhausen war mit ihrem Bürgermeister Motor des Unternehmens.

Mit dem Wiener Musikprofessor und Geiger von europäischem Rang, Christian Altenburger, konnte ein künstlerischer Leiter gewonnen werden, der den Festspielen eine neue Ausrichtung und programmatische Prägung gab. Mit seinem Konzept der „Artists in Residence“ setzte er Maßstäbe in der Festspiellandschaft. Durch die damit verbundenen Kontakte zur Wiener Klassik-Szene erfuhren die Festspiele eine weitere Aufwertung.

Die Sparkassenorganisation Baden-Württemberg und führende Unternehmen der oberschwäbischen Wirtschaft, sowie die Stadt Ochsenhausen mit ihrem kulturell aufgeschlossenen Gemeinderat ermöglichen mit Ihrer Unterstützung die jährliche Durchführung der Festspiele.



Prof. Christian Altenburger
Intendant


Max Herold
Vorsitzender Musikfestspiele
Schwäbischer Frühling e.V.